FINCA
Das Management von Zinsänderungsrisiken ist für die meisten Investoren die wesentliche Grundlage des Portfolioerfolges, da in der strategischen Asset Allokation vieler Anleger Rentenanlagen eine sehr hohe Bedeutung einnehmen. Über die taktische Steuerung der Duration im Rentenportfolio lässt sich daher ein hoher Wertbeitrag für den Gesamterfolg der Vermögensanlage erwirtschaften. Ziel ist es, durch taktisches Agieren sowohl von der Änderung des Zinsniveaus als auch von der Steilheit der Zinskurve zu profitieren.
FINCA steht für Fixed INCome Allocator und ist ein Prognosemodell für die Zinsstrukturkurve. Das Modell wurde im Jahr 1999 im Rahmen von Beratungsprojekten bei deutschen und schweizer Grossbanken entwickelt. Es wird seitdem für die Durationssteuerung von Mandaten eingesetzt. Seit 2009 wird das FINCA darüber hinaus innerhalb eines institutionellen Publikumsfonds umgesetzt.
FINCA verwendet bewährte Verfahren der multivariaten Analyse, um fortlaufend die wichtigsten fundamentalen Treiber der Zinskurve – das Niveau, die Steilheit und die Krümmung – zu identifizieren. Für diese Treiber werden mit autoregressiven Modellen anschliessend Bewegungen prognostiziert, auf deren Basis das Portfolio optimal ausgerichtet wird. Die Vorteile liegen darin, dass durch die Zerlegung auf fundamentale Treiber die Dynamik der Zinskurve weitestgehend ohne „Rauschen“ modelliert werden kann und im Ergebnis können die einzelnen Renditetreiber separat als Renditequelle angesprochen werden. Die Datengrundlage und auch das Prognosemodell werden proprietär bei Vescore weiterentwickelt.
